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( 16.10.2017 )


Herbstausfahrt 2017

Um es gleich vorweg zu nehmen:
Das Versprechen, dass sich unser Tour Ziel im Bayerischen Wald in einer sonnigen Ecke befindet,
war wohl etwas vollmundig -aber keinesfalls pessimistisch.
Die Wetterprognose dagegen sehr: da war von Temperatursturz in die Einstelligkeit die Rede, vom Ende des Sommers, von Niederschlägen im Dauerbetrieb und bis zu 40 Liter auf jeden einzelnen Quadratmeter. Eingedenk dessen hat jeder Vernunftbegabte zumindest bis zum späten Abend des Vortages die Online- Wettervorhersagen solange kritisch beäugt, bis aus den HIOBSBOTSCHAFTEN ein paar Lichtblicke herausgeschönt werden konnten, um besser einschlafen zu können.
Das hat sich gelohnt. Der Start in die der morgendliche Frische war begleitet von regenträchtigen Wolken, die sich nicht getrauten unseren ungebrochenen Glauben an das traditionelle Biker Frühstück auf der Terrasse des Bistros von Kevin Seidel im vogtländischen Oelsnitz zu verwässern. Pünktlich, trocken und wohlgelaunt trafen alle 29 Teilnehmer der Reihe nach am Treffpunkt ein und säumten die lange Frühstückstafel, die von Wirt Kevin Seidel und seinen emsigen Helferinnen aufs feinste eingedeckt wurde. Hinsetzen und loslegen, und dann kam plötzlich und unerwartet – die Sonne, und strahlte uns an. Diese Auftakt-Stimmung hat die Schlechtwetterfurcht aus den Köpfen vertrieben und die Hoffnung genährt, dass alle düsteren Prognosen Hokuspokus sind. Scharfer Start in Richtung Süden kurz nach der letzten Tasse Kaffee.
In 2 Gruppen zogen wir los. Jeder der Guides hatte 6 Radler hinter sich. Die Zügigen wurden von Tourguide Frank verwaltet und fuhren hinter den Gemäßigten her, die von Volker2 angeführt wurden. Ganz zum Schluss hielt Volker1 die ganze Formation mit seinem CAN AM bis zu unserem Tagesziel souverän zusammen. Im tschechischen Domaslice auf dem langgestreckten Marktplatz fanden sich alle 29 Motorisierten, wie geplant, ein und auch in den vielen Straßen-Cafés Platz. Auch wenn wir unterwegs doch die Regenklamotten überstreifen mussten, hier saßen wir wieder im Trockenen doch nicht darauf…, jeder hatte Eisbecher, Kaffee, Tee oder ein Süppchen oder alles zusammen für ein ungewohntes Salär fürs Wohlbefinden. Nach der 1. Etappe über mal schöne, mal strapazierte Landstraßen durch Wälder und Felder, sollte es nun dem richtigen Böhmerwald entgegen „gehen“.
Doch zuvor hatten wir Zeit und Gelegenheit die wunderschönen Fassaden und Arkaden während eines Marktbummels zu bewundern. Sie stammen aus der Zeit des Königreiches Böhmen, haben eine österreich-ungarische Vergangenheit, gehören jetzt zum Kultur- und Denkmalerbe. Jetzt lässt sich hier gut einkaufen, sogar Badebekleidung, gut und preiswert, und mit Anprobe, wenn´s sein soll. Die macht sich besonders gut mit einer Total-Motorradmontur. Fragt mal Brigitte und Martin. Wir haben dennoch pünktlich den historischen Markt durchs berühmte Untere Tor verlassen in Richtung Böhmerwald und ohne aufgezogener Regenklamotten dank abgezogener Regenwolken.
Noch 60 km bis zum Ziel:
Durch den Böhmerwald bergauf, bergab auf griffigen Asphalt ohne Tropfen auf dem Visier und bei undichter Verkehrsdichte - ein Traum, den wir bis Zelezna Ruda, heißt Böhmisch Eisenstein, die andere Hälfte von Bayerisch Eisenstein, mit Hochgenuss genießen konnten. Kurz vorm Ziel noch ein Stopp auf den Höhen von Spicak (Spitzberg), dem Wintersportzentrum des Böhmerwaldes. Nach dem Grenzgang nach Deutschland und einem Zick-Zack sind wir alle gemeinsam am Sonneneck vor dem Brunnenhof wohlbehalten und trocken angekommen. Die Wirtsleute Pöschl haben gehalten, was Sie dem Tour Organisator versprochen haben. Von der Tiefgarage, Schwimmbad, Sauna, Bademantel und tolles Essen in angenehmer Atmosphäre. Alle fühlten sich wohl, das Org.-Komitee war erleichtert.
Ja, und da war noch die Wetterprognose... für den nächsten Tag ! Die haben wir bei einem oder zwei guten Tropfen und angeregten Gesprächen verdrängt.
Für den Freitag hatten wir uns eine tolle Route durch Böhmens Wälder vorgenommen möglichst bis Cesky Krumlov (Krumau) an der Moldauschleife, eine sehenswerte Stadt, die von der UNESCO zum Kulturerbe erklärt wurde. Spätestens der morgendliche Blick aus dem regentropfenverschleiertem Fenster offenbarte das Grauen. Die Wolken hingen schwer und tief an der Waldkante. Der Regen trommelte auf den Asphalt zwischen den Hotels, sammelte sich in den Pfützen, die über Nacht schon beträchtliche Maße erreicht hatten. So begann der Tag.
Und wie sich´s später zeigte: so endete er auch. Und zwischendurch war´s selten besser. Dank der Wirtsleute Pöschl, einer intakten Eisenbahnverbindung mit Bahnhof und Busverbindung und der Nationalparkcard hat nicht nur die Kurtaxe plötzlich eine ökonomische Bedeutung auch für den Zahler bekommen, sondern auch die ins Wasser gefallene Motorradtour einen Sinn. Die Zugfahrt durch den Bayerischen Wald, der Besuch von Viechtach und Zwiesel mit der Glaspyramide mit ihren zigtausend Gläsern, und der Bärwurz aus der Flasche konnte zwar die beabsichtigte Motorradtour nicht ersetzen, hat aber dem vorsorglich mitgenommenen Regenschirm Gelegenheit gegeben sich zu beweisen. Und ein bisschen Heimatkunde war auch dabei, interessant war nochmal die Vergegenwärtigung des so genannten Eisernen Vorhangs, der hier zwischen Böhmisch und Bayerisch Eisenstein quer und unüberwindbar durch das gemeinsame Bahnhofgebäude verlief. Heute als Farbstrich markiert, nicht spürbar, wer die Seiten wechselt, die keine mehr sind. - Welche kostbare Selbstverständlichkeit! - Langgeweilt hat sich trotz des Wassers von oben und wegen desselben von unten sicherlich keiner. Die mitgebrachte oder schnell noch erstandene Badebekleidung hatte schon ihren tieferen Sinn im hauseigenen Schwimmbad und in der Sauna. So gesehen wurde der Tag doch wieder bei einem schmackhaften Menü, lebhaften Gesprächen und gepflegten Getränken abgerundet bis zur mitternächtlichen Stunde. Da wird die bange Frage motorradtourhungriger Bikerbesatzungen, wie wird sich wohl der Tag 3 zeigen, verdrängt, und man freut sich insgeheim erstmal auf das gute Frühstück im Sonneneck-Keller.
Die Freude war am Morgen allgegenwärtig. Und siehe da im Schutze der Nacht hat sich der Regen davongemacht. Schon bald brummten ungeduldig die Motoren. Alle Bedenken, der wolkenverhangene Himmel könne sich entladen, wurden ignoriert. Motorradfahrer sind eben doch optimistische Ignoranten, und die hinten drauf sowieso. Auf gings zur geplanten Arber-Runde, vorbei am Bretterschachten, usw. Der Asphalt war noch nass, die Fahrweise noch verhalten, doch mit jeder Kurve kam die nötige Lockerheit, den Kurventanz aber auch die schöne Umgebung,die sich aus dem morgendlichen Dunst löste, zu genießen. Ein kleiner Fußmarsch zu einer kleinen Talsperre war da eine kleine Abwechslung und die Gelegenheit, doch noch die Regenhaut anzulegen, denn es begann zu tröpfeln. Die einen fuhren nach Zwiesel und Spiegelau weiter, die anderen nach Bodenmais ins Glasparadies JOSKA und schauten dort bei einem Cappuccino in die Glaskugel. Ein tagesfüllender Ausflug wurde es nicht gerade; der Regen nahm zu, die Temperatur ab und der Gedanke an die Sauna Gestalt an. Die Tiefgarage füllte sich beizeiten wieder und alle Pferde standen im Stall. spätestens nach der köstlichen Abendmahlzeit zogen wir Bilanz:
Es hätte schlimmer kommen können - das Wetter. Alles andere war nach unserem Geschmack- nicht nur das Essen.
Es lässt sich noch optimistischer ausdrücken:
Die Herbstausfahrt im Sommer hatte
wenigstens ihr herbstliches Wetter.
Damit war klar, die Heimfahrt in freier Formation konnten wir gelassen angehen. Und wie sich´s erweisen sollte, relativ trocken, zügig und ohne Zwischenfälle. Alle sind wir gesund wieder gelandet- und so gesehen: Was wollen wir mehr - bei schönem Wetter kann jeder- wir können auch anders- Und es war trotzdem schön, oder vielleicht deshalb! Das befürchtete Regendesaster blieb aus- Gott sei Dank!
Er hat wohl doch ein Herz für anständige Motorradfahrer.
Einige astrologische Kenner von uns gaben zum Abschied noch den Ratschlag:
„Der Termin für die Herbstausfahrt 2018 sollte unter Beachtung der abnehmenden Vollmondphase festgelegt werden!“...und stoben davon!
Na, denn... gehen wir´s an!
  • Noch ein paar statistische Betrachtungen in Zahlen zur Herbstausfahrt 2017:
  • Teilnehmer 29;
  • davon weiblich 12;
  • männlich 17;
  • Alter von 14 bis 78 Jahre,
  • 1.442 Jahre ; Ø 49,72 Jahre
    so kommen viele gut weg, dank Pauline
  • Jüngster TN Pauline
  • Ältester TN Siegfried
  • Zimmer 13 DZ und 3 EZ
  • TN-Preis 3d (ÜHP+Kurtaxe)=177,00 €; 59.00€/d
  • Fahrzeuge 14 Motorräder, 1 Dreirad, 2 PKW
  • Kubik ohne PKW ? 18.850 cm³, Ø 1.257 cm³
  • PS ohne PKW ? 1.633 PS; Ø 116,64 PS
  • gefahrene km ca. 950…1.050 km






... bis zum nächsten mal.  




 
In diesem Sinne, lasst uns traditionell am letzten Freitag des Monats
gegen 18:30 Uhr zum Stammtisch treffen ... in der Kutscherstube
„Grütznickels Scheune“ in
09131 Chemnitz (Ebersdorf)
Ortelsdorfer Straße31.



E-Mail: volker.kaufmann@motorradfahrer-stammtisch.de  
 



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Unsere aktuellen Termine

www.motorradfahrer-stammtisch.de   Unsere aktuellen Termine

27. Januar Macht bitte Vorschläge, welche Themen mal auf den Tisch kommen sollen oder müssen...!  
   
 
24. Februar Neues Verkehrsquiz zur Saisonvorbereitung     hier als Hausaufgabe 

 und hier die Lösungen 
 
   
 
31. März Sind wir fit für die neue Saison nach dem Fasten? Wer ein Osterei möchte, muss suchen…hoffentlich nicht im Schnee!  
   
 
28. April Meldeschluss für Herbstausfahrt 2017 in den Bayerischen Wald
bei Volker 1 und Volker 2 .
 
   
 
07. Mai Weiße Ostern sind vorbei: Zeit für die Saisonauftakt-Frühjahrsausfahrt, eine Runde alá Volker1... und dann zur Eiszeit nach Frankenberg oder ?  
10:00 Uhr BMW-NL Parkplatz  
 
26. Mai Tag nach Männertag: das sollten die Sozias bedenken und würdigen.
Die Fahrer wird’s dankbar freuen.
 
   
 
30. Juni Die Ferien haben begonnen, es wird eng auf unseren Straßen.  
   
 
28. Juli Achtung Motorradfahrer!
verstärkt Wespen und ähnliche Flugobjekte im Gegenverkehr.
 
   
 
25. August Herbsttour-Besprechung  
   
Herbstausfahrt vom 31.08….03.09.2017
29. September Wo war ich bei der Herbsttour 2017 ? hier ein Quiz ...  hier als Hausaufgabe 

 und hier die Lösungen 
 
   
27. Oktober Reise-Erlebnisse 2017 in Wort und Bild von uns...  
neues neues
24. November Wir lassen das Stammtisch und Motorradjahr ausklingen.
Wer macht uns Appetit auf ein Motorradurlaubziel 2018 ?
 
   
 
Do. 14. Dezember Traditionelles Glühweinen auf dem Chemnitzer Weihnachtsmarkt: Treff 18:00 Uhr unterm Weihnachtsbaum!!  
Treff 18:oo Uhr  
 


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Anfahrt zum "Motorradfahrer-Stammtisch"

Treffpunkt ist traditionell immer am letzten Freitag des Monats gegen 18:30 Uhr.
In der Kutscherstube von „Grütznickels Scheune“ in
09131 Chemnitz (Ebersdorf)
Ortelsdorfer Straße 31.
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Wir über uns

Initiator zu einem Biker-Stammtisch war der, leider 2001 verstorbene, erste Leiter der BMW-Motorradabteilung der Niederlassung Chemnitz Anfang der 1990-er Jahre: Dieter Schubert.
Die Faszination "Motorrad" hat sich in unserem Stammtisch erhalten und zieht immer wieder neue Freunde in ihren Bann.......
 



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Kontakt

Im realen Leben:
Jeden letzten Freitag des Monats in „Grütznickels Scheune“,
09131 Chemnitz (Ebersdorf), Ortelsdorfer Straße 31.
Tel:0371/6949080
 

Volker Kaufmann

E-Mail: volker.kaufmann@motorradfahrer-stammtisch.de 
 

Volker Meyer

E-Mail: volker.meyer@motorradfahrer-stammtisch.de 



 
 



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